EHI-PASSIKA ODER AUS-SICHT IN DIE ERWARTUNG

Vorwort

Hiermit möchte ich dir eine Anleitung zur Meditationspraxis nahe bringen - zur Veranschaulichung, mittels einer Anleitung, eine Möglichkeit, die dir erlaubt, mit deinem Wesen in Berührung zu kommen. Es ist ein Übungsweg, der z.B. buddhistisch oder auch anthroposophisch gesehen werden kann, ein Prinzip geistigen Strebens und das die Methode der Menschwerdung beinhaltet. Es ist die Methode, die Weisheit vom Menschen selbst zu fördern. Sie bezweckt die Umkehr der von sich selbst entfremdenden, zerrissenen Menschwerdung. Der vorgeschlagene Übungsweg stellt den Menschen mit seinem ganzen Wesen in die ihn umgebende Welt des Mikro- und Makrokosmos. Ob du nun diese Betrachtung annehmen willst oder nicht, bleibt völlig deinem eigenen durchdachten Urteil überlassen. Buddha selbst empfahl mit seiner der Aussage: >Ehi-passika<, Glaube nichts, ehe du es nicht selbst für richtig befindest.

Diese vorliegende Anleitung ist eine Betrachtungsart von Zenmeistern früherer und heutigen Unterweisungen, die auch für meine Erkenntnisse von Bedeutung waren. Es ist ebenso eine Betrachtungsart, die von Rudolf Steiner formuliert wurde; der besagte: Anthroposophie ist ein Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigem im Weltenall führen möchte. Auch er betrachtete Buddha als einen der grossen Menschheitsführer, als einen Repräsentanten der Menschheit, von dem Anleitungen zu meditativer und religiöser Praxis gelehrt wurden, welche die individuelle Menschwerdung fördern sollten.

Diese Anleitung könnte leicht als antiquierte Vorstellung, als neoscholastische Konstruktion oder als schöngeistige Utopie erscheinen. Diese Anleitung wird sich bei näherer Betrachtung aber als realitätsnah und tauglich zur eigenen Entfaltung erweisen. Ich persönlich betrachte es nicht als Utopie, die Weisheit in sich selbst zu erkennen, um auf diese Art, tief in Berührung mit dir und deinen Mitmenschen zu gelangen. In dem du deine eigenen Leiden erkennst, erkennst du auch die Leiden deiner Mitmenschen, die sich von deinen Leiden in nichts unterscheiden. Es ist auch keine theosophische (Weisheit von Gott) Betrachtungsart, keine sektiererische Anleitung; ich postuliere an Stelle von Gott den freien Menschen - mit vielen Ausrufezeichen. Was wären die menschlichen Werte, wenn sie nicht auf die Erhöhung des Daseinswertes der menschlichen Persönlichkeit hinstrebten. So erhält das Wissen dadurch Wert, in dem es einen Beitrag liefert zur allseitigen Entfaltung der ganzen Menschennatur.(Philosophie der Freiheit)

Zuguterletzt eine kleine Begebenheit, die der Haltung eines Buddhisten nahekommt: Als Praktizierender des Weges (Za-Zen und Zen-Kyudo) möchte ich dich auffordern dir vorzustellen, dass du von einem giftigen Pfeil getroffen worden bist, am Boden liegst, und immer schwächer wirst. Während dein Lebenssaft entweicht und dir langsam das Bewusstsein schwindet, hast du die Wahl, den Pfeil zu untersuchen, dich zu fragen: Wer hat den Pfeil geschossen und aus welchem Grunde tat er das, aus welcher Richtung der Pfeil kam oder woraus er angefertigt ist; so reagiert der Philosoph oder Theologe auf die Zwangslage des Menschen. Die andere Möglichkeit ist, den Pfeil sofort herauszuziehen; das ist der Weg des Buddhisten!

Um meine Idee, im Teil I, über den homöopathischen Weg und die Lehre der Homotoxine, im Teil II, über den meditativen Weg, im Teil III, die Betrachtung der Vergiftungen zu veranschaulichen, versuche ich die folgenden Themen fortzuentwickeln.

Wer mit seinem ganzen Wesen, bzw. mit vollem Bewusstsein nach den Richtlinien dieser Anleitung auf die folgende Art meditiert, kann aber auch physische und psychische Prozesse in Gang bringen für die ich keine Verantwortung übernehmen kann. Ich kann lediglich, wenn es gewünscht wird, Hilfestellung bieten. Diejenigen, die körperliche und psychische Krankheiten oder andere Schwierigkeiten haben, müssen sich dessen bewusst sein. Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich.

Für diejenigen die sich nur mit der Meditation auseinandersetzen möchten, können diese Betrachtung auch direkt mit Teil II beginnen!

Der ganze Text steht Ihnen im Archiv als Worddatei zum Download zur Verfügung